Auf welche Kriterien sollte geachtet werden bei der Verwendung von Apps im Schulunterricht?

Der Einsatz diverser Apps ist im digitalen Schulunterricht kaum mehr wegzudenken. So gibt es mittlerweile für jedes Schulfach eine Vielzahl an unterschiedlichen Apps. Das Angebot wird jeden Tag größer und damit auch das Problem den Überblick zu behalten.

Eine Liste zu erstellen mit allen nützlichen und sinnvollen Apps ist aufgrund der hohen Dynamik der Inhalte und der Angebote im Internet sehr schwierig. Eine App, die heute noch kostenlos und werbefrei ist, kann morgen schon – mit dem nächsten Update – Werbung, einen Registrierungszwang oder veränderte Nutzungsbedienungen enthalten. Besonders in Bezug auf den Datenschutz und mit dessen Umgang, kann die Nutzung bestimmter Apps auch in rechtlicher Hinsicht für die Schulen problematisch sein.

Sinnvoller als eine abschliessende Liste erscheint es deshalb, Kriterien aufzulisten, welche bei der Auswahl für Apps im Unterricht helfen können:

  • Nur die für die Funktionalität erforderlichen Berechtigungen werden eingeholt
  • Keine Sammlung von personenbezogenen Daten
  • Kein Tracking (Datenverarbeitung zur – in der Regel webseitenübergreifenden – Nachverfolgung des individuellen Verhaltens von Nutzern)
  • Keine Sammlung von Nutzungsdaten
  • Keine Verletzung der persönlichen Rechte oder der Privatsphäre

Daher kann eine Liste mit Empfehlungen zu verschiedenen Apps nur ein erster Anhaltspunkt sein und zum eigenen Nachdenken anregen. In den Weiten des Internets ist man vor allem durch eigenes Wissen vor «schlechten» Apps geschützt.

Um trotzdem eine Auswahl an aktuell geeigneten Apps anzubieten, wurden die oben genannten Kriterien als Grundlage für die Erstellung einer solchen Liste verwendet. Es gibt allerdings keine absolute und rechtssichere Garantie – vor allem in Hinblick auf zukünftige Updates der Apps. Es obliegt weiterhin der Bildungseinrichtung die Einhaltung des DSG und der DSGVO entsprechend sicherzustellen.